CMD-Centrum-Düsseldorf
Zahnärztliche Funktionsdiagnostik und Therapie

Dr. Jürgen Dapprich Zahnarzt
Spezialist für Funktionsdiagnostik und Therapie (DGFDT)
CMD-Centrum-Düsseldorf
Dr. Jürgen Dapprich
Graf-Adolf-Str. 25
40212 Düsseldorf

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Cranio-mandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind Funktionsstörungen der Kiefergelenke,der Kaumuskulatur und der Zähne. Diese können nur ganzheitlich, interdisziplinär mit verschiedenen Ärzten und Therapeuten behandelt werden und folgende Erkrankungen auslösen:

    Rückenschmerzen
    Orthopäden schätzen, dass bei 80% aller Patienten mit Nacken- und Rückenschmerzen die Ursache unbekannt ist. Aber man weiß schon seit vielen Jahren, dass diese Rückenschmerzen durch eine Fehlfunktion der Kiefergelenke und / oder durch einen fehlerhaften Zusammenbiss der Zähne entstehen. Leider ist das noch viel zu wenig bekannt und viele Patienten glauben das auch erst, bis ihre Rückenschmerzen, die teilweise über 30 Jahre bestehen, verschwinden. Die Schmerzen können in den Nacken, die Arme und Beine sowie Knie und Füße ausstrahlen. 90% gehen absteigend von den Kiefergelenken aus, die restlichen 10% werden aufsteigend von den Füßen ausgelöst. Dr. Dapprich sieht es als seine besondere Aufgabe diese Methode, die einige wenige Zahnärzte und Orthopäden schon seit über 20 Jahren anwenden, durch Veröffentlichungen und Vorträge bekannter zu machen. Inzwischen gab es schon TV-Sendungen, www.quarks.de und Artikel in mehreren Zeitschriften, die darüber berichteten. Echo der Frau (50/2005). Rheinische Post (26.Mai 2009). Welt am Sonntag Nr.18 ( 2. Mai 2010). Neue Woche 43 ( 21.10.2011)

    Kopfschmerzen und Schwindel
    Ca. 70% aller Spannungskopfschmerzen sind durch diese Funktionsstörungen (CMD) bedingt und werden häufig als Migräne diagnostiziert, weil die Zusammenhänge kaum bekannt sind. Die Schmerzen breiten sich hauptsächlich im Schläfenbereich-Augenhintergrund aus oder strahlen vom Nacken in den Hinterkopf und Schläfenbereich. Meistens sind die Schmerzen auf einer Seite lokalisiert und strahlen manchmal vom Nackenbereich in die Arme aus. Typische Beispiele sind der Tennisarm und Ellenbogen, die zu ca. 90% von einer CMD ausgehen und über die Halswirbelsäule im Arm die Schmerzen auslösen. Schwindel entsteht sehr häufig ebenfalls durch eine Funktionsstörung der Kiefergelenke. Die kurzen Nackenmuskeln sind für die Stellung des Kopfes verantwortlich, diese haben sehr viele Nervensensoren und können bei einer Störung dann den Schwindel auslösen.

    Kiefergelenkschmerzen
    Schmerzen in den Kiefergelenken, die häufig Ohrenschmerzen vortäuschen. Oft besteht eine eingeschränkte Mundöffnung mit Abweichung des Unterkiefers beim Öffnen des Mundes und ständiges Knacken in den Kiefergelenken beim Kauen. Ca. 90% der Kiefergelenk- und Muskelschmerzen der Kaumuskulatur werden durch einen falschen Zusammenbiss der Zähne ausgelöst. Die restlichen 10% sind Erkrankungen der Kiefergelenke und der Knorpelscheibe (Diskus), der die Gelenkköpfe vom knöchernen Schädel trennt. Dieser Diskus kann nach vorne, zur Seite und selten nach hinten verschoben sein. Dies kann mit Schmerzen, eingeschränkter Mundöffnung und Knacken oder ohne Knacken und dann starker Abweichung zur kranken Seite beim Mundöffnen verbunden sein.

    Tinnitus
    Bei ca. 25% aller Patienten mit Tinnitus ist die Ursache eine Fehlfunktion der Kiefergelenke (CMD). Man kennt die genaue Ursache noch nicht, aber man weiß empirisch, dass nach einer CMD-Behandlung mit Aufbissschienen eine Verringerung der Ohrgeräusche (bei diesem Viertel) zwischen 40 und 100 % eintreten kann. In retrospektiver Analyse wurde bei 67 % der CMD-Patienten ein Tinnitus gefunden. Da Tinnitus auch von Funktionsstörungen der HWS ausgelöst werden kann, ist eine Differenzierung nötig, ob eine Mitbeteiligung der Kiefergelenke vorhanden ist. Denn eine CMD hat auch Auswirkungen auf die gesamte Wirbelsäule.

    Diagnostik der cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD):
    Die klinische Untersuchung und Diagnostik der CMD steht an erster Stelle und wird anschließend durch eine instrumentellen Funktionsanalyse mit Kiefermodellen im individuellen Artikulator ergänzt. Bei komplizierten Kiefergelenkerkrankungen wird eine elektronische Registrierung der Gelenkbahnen mit dem Condylocomp LR3 durchgeführt und so die klinische Diagnose um eine instrumentelle erweitert. In einem speziellen Artikulator, dem Variocomp wird dann die Reposition der Gelenke eingestellt und mit einer Repositionsschiene die Kiefergelenke des Patienten wieder in eine physiologische, schmerzfreie Position gebracht. Diese Diskusverlagerungen sind sehr schwierig zu behandeln, aber mit einer seit Mitte der 90iger Jahre bekannten Methode von G. Christiansen, ist die Therapie sicherer geworden.

    Therapie der Funktionsstörungen:
    Die Vorbehandlung beginnt mit Aufbissschiene, Ohrakupunktur und interdisziplinärer Therapie mit Orthopäden, HNO-Ärzten, Chiropraktikern, Physiotherapeuten, Osteopathen, Schmerztherapeuten, Radiologen, Kieferorthopäden, Logopäden und Orthopädie-Schuhtechnikern. Nach der Vorbehandlung wird die neue Kiefergelenkposition bei zu hohen Zahnkontakten durch Einschleifen der Zähne korrigiert oder bei zu niedrigen Kontakten durch Kronen oder Füllungen aufgebaut. CMD ist eine sehr komplexe Erkrankung, die nur interdisziplinär zusammen mit diesen Therapeuten und Spezialisten ganzheitlich behandelt werden kann.

    Links zu Organisationen für Patienten:

  1. Zentraler Zahnärztlicher Notdienst Düsseldorf
  2. Deutsche Tinnitus Liga (DTL)
  3. Tinnitus Therapie Centrum Düsseldorf / Krefeld
© Dr. Jürgen Dapprich